Samstag, 17. September 2011

Wie man bestohlen wird

Ich bin jetzt etwa 6 Wochen in Bolivien und kann jetzt den ersten Diebstahlversuch melden. War eine super Erfahrung, weil man sich nicht sonderlich viel darunter vorstellen kann, wenn einem andere Leute erzählen wie man zum Beispiel bei einem Diebstahlversuch angerempelt wird. Insbesondere war das Ganze ganz lässig, weil in meinem Geldbeutel nicht einmal ein Centavo zu finden war und weil ich die Diebe erwischt habe.
Die Vier gingen wie folgt vor: Ich saß vorne im Bus auf einem Sitz, der rechts und links frei zugänglich war. Links von mir saß einer der Diebe. Dann kamen zwei von hinten, taten so als ob sie vorne aus der Scheibe schauen würden um zu sehen, wann sie aussteigen müssen und drückten mich mit ihren Ellebogen stark auf den Mann neben mir, bei dem Ich mich höfflichst entschuldigte, da Ich diesen ja auch bedrängte. Da Ich von den beiden Männern stark abgelenkt wurde, fiel es dem Mann neben mir relativ leicht unbemerkt meinen Geldbeutel aus meiner Tasche zu lockern. Nach einer kurzen Zeit bemerkte Ich aber, dass die beiden Männer mich ein bisschen arg komisch belästigten und wagte einen Blick auf meine Hosentasche in der sich die Hand meines Nebensitzers befand.
So läuft das hier im Bus also. Nächst mal merk ichs früher :)

Donnerstag, 15. September 2011

Duschen im Dunkeln

Es ist schon wieder einige Zeit seit meinem letzten Beitrag vergangen. In der letzten Woche wuchsen mir Pilze, wir haben den Regenwald besucht und mussten 3 Tage ohne Strom leben. Aber eins nach dem anderen: Um sich ein bisschen in die Örtlichkeiten hineinversetzen zu können lohnt sich ein Blick auf die Karte:

Größere Kartenansicht
Auf der Karte mehr oder weniger erkennbar ist der Höhenunterschied von 2300 Metern.
Um nach Villa Tunari zu kommen - das ist das nächste Dorf, das sich im Regenwald befindet - setzt man sich einfach Freitags mit seinem Feierabendrum-cola in einen gemütlichen 8-Mann-Bus und fährt für umgerechnet 3,50€ 3 Stunden in den Regenwald. Dort gibt es ein nettes Mottel für 3€ die Nacht indem man zwei Nächte verbringt. Villa Tunari besteht aus ein paar Häusern, Läden, dem Bus-Terminal, einer komischen Disko und einigen Naturparks mit Führungen. Die Touristenatraktionen reichen von einem Naturpark mit unscheuen Affen über eine Führung mit Fledermaushölen über Water Rafting, 3-Tages-Trips durch den Urwald bis zu lebensgefährlichen 18-Meter-Schaukeln. (Siehe Bilder)... Wir werden auf jeden Fall nochmal zurückkommen für das Water Rafting und die 3-Tages-Tour und zum Baden in den idylischen Flüssen, dafür reichte die Zeit leider nicht.
Neben den dunklen Stunden in unserer Wohung - 3 Tage ohne Strom ist echt nerviger als man denkt - ist das einzigSTe Erzählenswerte eigentlich nur, dass Ich angefangen habe vormittags in der Berufsschule zu arbeiten. Die ersten 3 Tage waren jetzt zugegeben eher langweilig als spannend. Mein Boss hat gerade noch nicht so viel Zeit für mich und Ich wurde eh abgestellt eine Datenbank zu programmieren, was zwar ansich sehr viel Spaß macht, aber nichts mit Teamarbeit zu tun hat. Da meine Aufgaben, laut meinem Vertrag, aber sehr zufällig sind, gehe Ich davon aus, dass noch Spannenderes auf mich zukommt :). Ich hätte gerne noch viel mehr geschrieben, aber mir ist alles entfallen. Spannenderes folgt wann anders :). Liebe Grüße nach Deutschland
Hier die Bilder:

Dienstag, 6. September 2011

Mehr Bilder

Also Ich hab jetzt endlich die zwei versprochenen Fuhren Bilder in mein Picasa Webalbum hochgeladen. Ein paar sind mit Untertiteln zur Beschreibung versehen, was mir einen Blogeintrag erspart :).
Ihr könnt die Bilder auch groß anschauen. Dazu einfach auf die Diashow klicken.


Montag, 5. September 2011

Kommentare

Janna hat mich gerade darauf hingewiesen, dass man keine Kommentare hinzufügen kann, wenn man kein Google-Konto hat. Das hab ich jetzt geändert und freue mich über ganz viele Kommentare!!!!

Ich bin wieder Gesund

Glaub ich zumindest. Doch für die Überschrift braucht es noch ein bisschen Vorgeschichte.
Zwischendrinn: Habt ihr eigentlich schon meine Dachterrasse gesehen? Die Google Mapsbilder von Bolivien sind leider nicht sehr hochauflösend, aber unter Standort zeigt der Pfeil exakt auf meine Terrasse.
Wie auch immer. Bestimmt erinnert ihr euch an meine Meinung über Internetcafés hier: Der Horror. Aber seit gestern ist es wahr geworden: Ich habe Internet. Das Ganze läuft über einen UMTS-Stick und ist nicht schneller als Internetcafés, aber trotzdem besser, da Ich meinen Laptop benutzen kann. (Für alle die es interessiert: Vermutlich bekomme Ich noch HSPA, da Ich mir von einem ehemaligen Freiwilligen einen USB-Stick aufschwatzen lassen habe, der nur UMTS-fähig war(Die Pfeifen im TIGO(mein Provider)-Büro, hatten mir jedoch gesagt, ein 1-Jahr alter Stick sei kein Problem. Bolivien ist manchmal echt unfähig). Danach gehts ab hier :)). Viel wichtiger ist jedoch das Versprechen mit den Bildern, die jetzt alle nachgeliefert  werden :).
Aber zurück zur Überschrift. Ich formuliere es mal so: Ich wette keiner von euch musste in seinem Leben so wenig Pinkeln wie Ich in den letzten vier Tagen. Es war einfach kein Spaß und hat auch echt Angst gemacht, da Ich richtig viel Wasser verloren habe. Nach zwei Arztbesuchen, keiner Untersuchung(beides mal bloß reden, dann Tabletten) und einigen Antibiotika, Antiamöbika, Antisonstwas, Darmaufbaukapseln am Tag bin Ich jetzt gerade aufgewacht, es ist 6 Uhr und Ich kann nicht mehr schlafen, da Ich gestern um 21 Uhr praktisch Tod umgefallen bin, und musste pinkeln, nicht mehr(Das muss man sich mal vorstellen... :)).
Ansonsten hatte Ich jetzt ein Alkoholfreies Wochenende (Eine absolute Sünde in Bolivien) und jetzt wieder eine Woche Arbeit -.-. Es sieht wohl so aus, als ob Ich vormittags in der Berufsschule, als Depp für alles, arbeite und nachmittags in der Hausaufgabenbetreuung. Zu der Schulbildung der Kinder hier, werde ich wann anders mal was schreiben, wenn ich ganz viel Kraft habe...
Ansonsten freut euch auf die Bilder, wenn Sie euch erfreuen und habt eine schöne Woche.